Teilnehmerfeedbacks

Diese Seite führt eine Auswahl von Feedbacks und Stimmen der STIP TeilnehmerInnen aus den letzten Jahren auf. Sie soll Ihnen als InteressentIn dabei helfen, die Arbeit von STIP / Oliver Watzal und den Charakter der Ausbildungen besser einschätzen zu können.

Review zur Ausbildung „Systemische Beratung & Coaching“

Ich begann die Ausbildung am STIP aufgrund einer Empfehlung des ISB-Verbunds und ohne klare Erwartungen – Ich wurde in jeder Hinsicht positiv überrascht. Während dem letzten wahnsinnig abwechslungsreichen Jahr habe ich nicht nur meinen Methodenkoffer zum Zerbersten gefüllt.
Besonders geholfen haben mir dabei die vielen praktischen Beispiele und Erläuterungen, die Olli und die anderen Lehrtrainer aufgrund ihrer Erfahrung in die Übungen einstreuen konnten.

Viel wichtiger und spannender war für mich aber der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich die systemische Haltung an sich verinnerlicht habe. Olli und sein Team „atmen systemisch“ und lehren die systemische Haltung nicht nur durch Inhalte, sondern auch und vor allem durch ihr eigenes Verhalten. Aus diesem Grund schaffen Sie es, die Inhalte authentisch und integriert zu vermitteln und vor allem auch ein tolles Gruppenklima zu schaffen, in dem gemeinsames Lernen und Wachsen ohne Angst vorm „Fehler-Machen“ möglich ist.

Ich nehme aus der Ausbildung nicht nur Techniken und Tools für die Arbeit mit, sondern konnte in den letzten 12 Monate auch viel an persönlichen Themen arbeiten und vieles auf mein Privatleben übertragen. Vielen Dank für eine tolle Zeit, aus der ich gestärkt und gewachsen herausgehe!
— Sinah Schmid, Beraterin Change Management, 01.02.2018
“Ich wollte mich noch einmal ganz herzlich für die tolle Zeit bedanken! Dank der systemischen Ausbildung habe ich mittlerweile eine Stelle an der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Ulm und fühle mich pudelwohl! Die Arbeit macht mir sehr viel Spass und ich kann endlich die Ausbildungsinhalte umsetzten und anwenden. Teilweise ärgere ich mich zwar, weil mir die besten Ideen erst nach der Beratung einfallen aber mein Timing wird immer besser und ich arbeite weiter daran ;)”
— Verena H., Psychologin und Doktorandin der Psychologie in Ulm -
“Nach einem Jahr systemische Ausbildung kann ich zurückblicken und sagen: Zum Glück habe ich mich für diese Ausbildung entschieden! Ich habe unglaublich viele neue Methoden kennengelernt, habe sehr viel Selbsterfahrungs-Momente erleben dürfen, habe intensive Freundschaften geschlossen und habe eine neue systemische Haltung erlernt. Besonders die neue Haltung, die auf Wertschätzung, Zielfokussierung und Selbstwirksamkeit baut, hat mir geholfen meine bisher schwerste Zeit im Leben unbeschadet zu überwinden und mit voller Energie in die Zukunft zu starten. Ich kann diese Ausbildung allen jungen Leuten ans Herz legen, die sich persönlich weiterentwickeln wollen und gleichzeitig professionelle Beratungs-Werkzeuge an die Hand bekommen möchten.”
— Tamara C., 24 Jahre, Studentin Medien und Kommunikation -
“Mein Ziel war es, bereits während meinem Psychologiestudium eine parallele praxisorientierte Beratungsausbildung zu beginnen. Über eine Empfehlung kam ich 2009 zu Oliver Watzal und bin bis heute froh, dass ich seine Ausbildung absolviert habe. Ich habe in diesem einen Jahr wahrscheinlich genau so viel über die systemische Arbeit mit Menschen gelernt wie im gesamten klinischen Schwerpunkt meines Studiums. Und die praxisorientierte Struktur der Ausbildung hat mir dabei geholfen, noch während dem Studium mit meiner Arbeit als Berater & Coach zu beginnen. Ich mache das bis heute und profitiere noch immer von der Ausbildung. Vielen Dank und immer weiter so!”
— Benjamin M., 32 Unternehmer und systemischer Berater & Coach -
“Vielen Dank für die erkenntnisreichen, systemischen Einblicke und den reichen Erfahrungsschatz, den ich sammeln durfte! Dabei war es immer wieder hilfreich an konkreten eigenen Problemstellungen zu arbeiten, was maßgeblich zu meiner Persönlichkeitsentwicklung und professionellen Selbststeuerung beigetragen hat.”
— Martina, Personalentwicklerin, 29 Jahre -
“Meine persönlichen Perlen der Systemischen Ausbildung bei STIP:

Genogrammarbeit: Sie ist eine sehr nützliche Methode, um wiederkehrende Muster oder früh entstandene Werte, Blockaden etc. bewusst zu machen.

Geniuskonzept: Dieses Konzept ist ein geniales Werkzeug, um Karrierecoaching zu machen und das Selbstbewusstsein von Klienten zu stärken.

Systembrett: Dieses Werkzeug ist unglaublich hilfreich, um sich Zusammenhänge und Beziehungen zwischen Menschen klarer zu machen und dabei die Perspektive von Anderen relativ leicht und gut nachvollziehbar einzunehmen. Dadurch können neue Handlungsmöglichkeiten entdeckt und durch leichte Veränderungen teilweise schon große Effekte erzielt werden.”
— Pädagogin, 32 Jahre im Bereich Jugend- und Erwachsenenbildung -
“Resumée zur systemischen Ausbildung:

Zusammenfassend lässt sich vor allem eins sagen: Ich bin froh, dass ich die Ausbildung gemacht habe, weil ich wirklich viel für mich mitnehmen konnte – an persönlichen Erkenntnissen, Herangehensweisen und Haltungen für ganz verschiedene mögliche berufliche Kontexte und Begegnungen mit sehr interessanten und tollen Menschen. Besonders hilfreich fand ich es, sowohl eigene persönliche Erfahrungen in der Klientenrolle machen zu können oder auch für sich Anregungen mitzunehmen als auch immer wieder die Coachingrolle zu üben. Danke!”
— L. K., Psychologiestudentin in Konstanz -
“Erfahrungsbericht zur systemischen Ausbildung 2013-2014:

Auf das Seminar aufmerksam gemacht hatte mich meine Chefin, die damals das gleiche Seminar nach ihrem Studium bei Oliver Watzal besucht hatte und sehr begeistert davon war. Mit großer Vorfreude ging es dann zum 1.Baustein nach München, wo sich eine kleine Gruppe von 16 Leuten aus unterschiedlichen Berufen und Studiengängen einfand. Rückblickend auf die 7 Bausteine hat einen diese Gruppe durch ein tolles Jahr hindurch begleitet. Dabei schätzte ich sehr die abwechselnd aufgebauten Bausteine (Theorie, Einzel- sowie Gruppenübungen) sowie die unterschiedlichen Trainer die uns auch mit vielen Beispielen aus der Praxis den systemischen Ansatz nach brachten. Für mich eine tolle Erfahrung die mich auch in meinem weiteren beruflichen Werdegang immer wieder begleiten wird!”
— Stefanie T., Fachreferentin im Bereich Personalmarketing und HR -
Resümee Baustein 5: Teams, Gruppen und szenische Verfahren

Angetan war ich in Baustein 5 insbesondere von der Externalisierungs-Methode, von der Arbeit mit dem Systembrett sowie der zu Beginn des Bausteins eingeführten Übung zur Betrachtung der verschiedenen Seiten des Klienten.

Letztere habe als eine sehr gelungene Möglichkeit empfunden, den Klienten zum Einstieg der Sitzung gut abholen zu können, aber auch für mich in der Beraterrolle zu erfahren, was in der Wirklichkeit des Klienten Wichtiges passiert ist. Der Klient kann seine unterschiedlichsten Seiten (achtsam, entspannt, erlaubend, lernend, neugierig etc.) kennenlernen und wertschätzen. Weiterhin kann durch die Fragestellung „Welchen Seiten von mir möchte ich heute Raum geben?“ auch der Fokus des Klienten auf für ihn in folgender Zeit relevante Seiten wieder stärker gelegt werden.

Dass man die Landschaft nicht ändern kann, jedoch die innere Landkarte einer Person, fand ich in der Technik des Externalisierens – als ein Beispiel des Narrativen Denkens – schön zum Ausdruck gebracht. Die Person in dieser Beratungsmethode nicht als Problem zu sehen, sondern durch das Externalisieren eine Distanz zum Problem zu schaffen, war mir persönlich sehr zugänglich. Der Klient bekommt somit mehr Handlungsoptionen und der Berater kann helfen die neue Geschichte leichter aus einer anderen Perspektive zu erzählen. Ich selbst habe mich in der Rolle des Beraters hierbei sehr wohl gefühlt. Durch das Konkretisieren, Personifizieren und Moderieren als „innere Anleitung“ kann eine wertschätzende Beziehung zum Problem hergestellt werden. Zwar kann das Problem nicht „in Luft aufgelöst“ werden, doch mit Hilfe der Unterstellung positiver Absichten ein zieldienlicher Umgang mit dem Problem geschaffen werden.

Der Einsatz von szenischen Verfahren am Beispiel des Systembretts war für mich eine besondere Lernerfahrung. Zwar habe ich, wie im Plenum bereits angesprochen, schon Aufstellungsübungen mit Klienten in Teamentwicklungen gemacht, dennoch habe ich dies selbst in der Klientenrolle noch nicht erfahren. Die Möglichkeit zur Perspektivübernahme in der Rolle des Klienten fand ich dabei sehr eindrucksvoll und hat mir zu neuen Denkansätzen weitergeholfen. Das innere Bild deutlich vor Augen zu haben, bietet dem Klienten meiner Meinung nach eine gute Chance, Ordnung ins innere „Chaos“ zu bringen, indem Abhängigkeiten aber eben auch Veränderungsmöglichkeiten sichtbar gemacht werden. Ich werde dieses Verfahren sicherlich auch in Zukunft weiter anwenden und kann mir gut vorstellen, dies auch für Auftragsklärungsgespräche mit Führungskräften einzusetzen, um selbst als Beraterin eine Übersicht über das System zu bekommen.

Insgesamt haben die längeren Übungssequenzen als Beraterin in diesem Baustein sehr geholfen, die Methoden anzuwenden und sich in den bereits bekannten und neuen Fragetechniken auszuprobieren. Ich habe hier persönlich auch einen Lernfortschritt festgestellt, sodass es mir wesentlich einfacher gefallen ist, in die Beraterrolle zu gehen und für den Klienten meiner Ansicht nach hilfreiche Fragen zu stellen.
— Simone B., M.Sc. Psychologie -
Reflexion zur internen Weiterbildung in systemischer Beratung
Januar 2018 von Axel Bremermann, Regionalreferent für Bildung und Integration.

Die Ausbildung im Bereich der systemischen Ausbildung hat mich in vielfältiger inspiriert und weiter gebracht, beruflich wie auch zum Teil privat. Ich konnte gut an vielfältige berufliche Vorerfahrungen anknüpfen, diese damit ergänzen, Synergien für mich daraus schöpfen. Die Ausbildung zur systemischen Beratung stellte für mich die Möglichkeit bereit, selbstreflexiv auf vergangene und im Fluss befindliche berufliche Prozesse oder Erlebnisse drauf zu schauen.
Diese Reflexionsarbeit stellt für mich auch eine gute Gelegenheit dar, meine Arbeit der letzten Jahre als Fortbildner, Berater, Prozessbegleiter und Moderator zu reflektieren.
Wunderbar verknüpfen lässt sich der Ansatz der systemischen Beratung für mich auch im Bereich der der Arbeit zur Interkulturalität. Grundlage für die RAA, und auch für mich schon vor meiner Zeit im Träger, ist die Arbeit mit einem offenen und dynamischen Kulturbegriff. Er nimmt in seiner Herangehensweise die Leute mit, statt ihnen starre Denkkonzepte vorzugeben, was sich für mich mit der systemischen Herangehensweise deckt. Im Bereich der Interkulturalität ist für mich aber auch der entscheidende Lernansatz, eigene Bewertungen als solche zu erkennen, und die Konsequenzen im eigenen Handeln daraus zu reflektieren. Hier wähle ich gerne das Zitat in Fortbildungen oder anderen Runden: „Wir sehen die Welt nicht wie sie ist, sondern wie wir sind.“ (Stephen Covey) Das ist für mich auch ein weiteres treffendes Zitat, um die Idee des Konstruktivismus zu beschreiben, womit ich mich dann wieder bei der theoretischen Grundlage der systemischen Beratung sehe.
Gekoppelt ist diese Arbeit zum Thema Interkulturalität mit meiner intensiven Arbeit und Ausbildung im Anti-Bias-Ansatz, der auch von vielen weiteren Personen in der RAA gelebt und in der jeweiligen Tätigkeit umgesetzt wird. Der Ansatz nimmt unter anderem auch das Bewusstsein der eigenen Vorurteile in den Blick, um zum Abbau von Diskriminierung beizutragen. Wichtig ist für mich die Reflektion des Themas Macht in Kopplung mit oft unbewussten Vorurteilen, um Diskriminierung in all seinen Facetten abzubauen. Hier sehe ich wiederum die Reflektion der Rollen in der systemischen Beratung als daran anknüpfbar. Es ist für mich zielführend die jeweilige Macht derer im Blick zu haben, die ich berate, gegenüber dem System, in dem die Beratung stattfindet ebenso meine eigene, möglicherweise machtvolle Position, mit der ich unterschiedliche Impulse ins System geben kann. Habe ich beispielsweise ausreichend im Blick in welcher Machtkonstellation meine Auftraggeber sich gerade befinden? Habe ich ausreichend im Blick, wen ich durch meine Interventionen voranbringe und wen möglicherweise nicht?
In meiner Arbeit verwende ich als Methodik schon seit Längerem Skalen von 1 bis 10, um bestimmte Gruppensituationen zu visualisieren. Die Ausbildung zur systemischen Beratung hat mich einmal mehr bestärkt an dieser Methodik festzuhalten, sie aber auch noch stärker auszubauen, in dem ich auch nachfrage, was es braucht, um den Status Quo zu verändern, also beispielsweise anstelle auf der fünf auf der sieben zu stehen.
In der Prozessbegleitung, das gilt beispielsweise für meine Arbeit in der Unterstützung von Integrationskonzepten, ist mir wie unserem Träger die Partizipation möglichst vieler ein ganz wichtiges Anliegen. Die Herangehensweise durch die systemische Beratung gibt mir die Möglichkeit an die Hand, dies verstärkt auch weiterhin zu tun. Hier sehe ich einmal mehr die intensive Auftragsklärung als einen wichtigen Punkt.
Aber auch die Aspekte der Organisationsentwicklung, die wir uns im Ausbildungsmodul V erarbeitet haben, stehen mir hier jetzt zur Verfügung. Dabei habe ich als leitende Idee aber auch in Transparenz und im Gespräch mit Beratenen die „klassischen Einstellungen gegenüber Change“ im Blick. Um die Möglichkeiten des Wandels basierend auf unserem Auftrag und dem Anspruch unseres Trägers gerecht zu werden, müssen immer auch diejenigen mit bedacht und nach Möglichkeit mitgenommen werden, die Widerstand leisten oder leisten könnten. Vor allem sehe ich die Idee entscheidend, dass die „aufrichtigen Gegner“ gewonnen werden als jene, die auch die „Untergrundkämpfer“ und die „Emigranten“ erreichen können. Außerdem können die „aufrichtigen Gegner“ im Sinne einer Ressource betrachtet werden, indem so auch oft begründete Bedenken und nicht nur die Befürwortung zu einer Veränderung zum Tragen kommt.
Eine große Chance ist in meiner beruflichen Position einerseits die dauerhafte Präsenz in der Region. Sie macht prozesshaftes Arbeiten sehr gut möglich. Andererseits hat mir aber die Ausbildung wieder mal vor Augen geführt: Es kann auch an manchen Stellen dazu führen, dass die Nähe zu den jeweiligen zu Beratenden aufgrund langjähriger Kooperationen zu groß ist und eine zusätzliche oder ergänzende Beratung zur bisherigen Kooperation erschwert oder unmöglich macht.
Nicht nur hier ist der Blick auf die eigene Rollenkompetenz für mich besonders bedeutsam geworden. Meine professionellen Rollen sind vielfältiger und bringen die Notwendigkeit mit sich, darin Orientierung zu finden. Dabei hat mich die Ausbildung im Bereich der systemischen Beratung nochmals unterstützt.
— Axel Bremermann, Regionalreferent für Bildung und Integration der RAA Brandenburg, Niederlassung Cottbus.